Dazu gehören die extrem energiereichen Galaxienkerne, bestehend aus Schwarzen Löchern und leuchtenden Materiescheiben.


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Darstellung des Materieauswurfs aus der Region um das supermassive Schwarze Loch im Quasar SDSS J1106+1939

© Wikipedia: ESO / L. Calçada, 2012



Ein Quasar ist der aktive Kern einer Galaxie, der im sichtbaren Bereich des Lichts nahezu punktförmig erscheint (wie ein Stern) und sehr große Energiemengen in anderen Wellenlängenbereichen ausstrahlt. Der Name Quasar wurde vom englischen „quasi-stellar radio source“ abgeleitet, was als „sternartige Radioquelle“ übersetzt werden kann.

Die Strahlungsemission eines Quasars stammt von einer rotierenden Scheibe leuchtender Materie, der Akkretionsscheibe, die ein supermassereiches Schwarzes Loch umgibt.

Quasare erscheinen trotz ihrer großen Entfernung relativ hell und gehören somit zu den leuchtkräftigsten Objekten im Universum. Nur sehr kurzzeitig hell aufleuchtende Phänomene (Supernova, Gammastrahlenblitz) sind möglicherweise energiereicher. Quasare sind über weite Bereiche der elektromagnetischen Strahlung hell und haben charakteristische Spektren, die in rascher Bewegung befindliches Gas anzeigen. Die leuchtende Materie kreist mit hoher Geschwindigkeit um den galaktischen Kern.

Quasare gehören zur Klasse der aktiven Galaxien. Die leuchtkräftigsten Quasare erreichen bis über 1014-fache Sonnenleuchtkraft.

Quasare sind sehr hell, sodass sie auf große Entfernungen sichtbar sind. Zugleich sind sie sehr weit entfernt, sodass ihre Bewegung am Himmel vernachlässigbar klein und faktisch nicht mehr messbar ist. Diese Eigenschaft wird genutzt, um aus den Quasaren ein Referenzsystem aufzubauen (ICRF, GCRF). [1]
Ein aktiver Galaxienkern ist die Zentralregion einer Galaxie, die ungewöhnlich große Mengen an Strahlung nichtstellaren Ursprungs aussendet.

Die aktive Kernregion ist astronomisch gesehen sehr klein: Sie besitzt ungefähr die Größe des Sonnensystems und erscheint daher punktförmig – ähnlich wie Sterne. Aus heutiger Sicht ist die Akkretion von Materie durch ein supermassereiches Schwarzes Loch im Zentrum der betreffenden Galaxie für die Energiefreisetzung verantwortlich.

Das AGN-Standardmodell (Active Galactic Nucleus) vereinheitlicht eine Reihe astronomischer Objekte, die unabhängig voneinander entdeckt worden sind und daher unterschiedliche Bezeichnungen tragen, insbesondere Radiogalaxien und Quasare.

Aus der Struktur des Standardmodells ergeben sich unterschiedliche Erscheinungsbilder. Zum einen können sich aktive Galaxienkerne durch ihren Aktivitätslevel unterscheiden, maßgeblich bestimmt durch die Akkretionsrate. Die Aktivität von Quasaren ist dabei sehr hoch, sodass der aktive Kern den Rest der Galaxie bei weitem überstrahlt. [2]
Ein kosmischer Jet beschreibt in der Astronomie einen gerichteten Gas-Strom, meist von einem aktiven galaktischen Kern ausgehend. Manche Jets können sich über Lichtjahre hinaus strecken und mit beinahe Lichtgeschwindigkeit durch den Raum rasen.

Jets kommen bei praktisch allen aus einer Scheibe akkretierenden Objekten vor, von schwarzen Löchern bis zu gerade entstehenden Protosternen. Die Jets von Quasaren können viele tausend Lichtjahre lang sein und sich mit nahezu Lichtgeschwindigkeit bewegen.

Jets sind Quellen einer nicht isotropen (also richtungsabhängigen) Energieabstrahlung, da auf relativistische Geschwindigkeit beschleunigte Jets die meiste Energie in ihre Ausbreitungsrichtung abstrahlen. [3]
  [1]  Wikipedia (de): Quasar
  [2]  Wikipedia (de): Aktiver Galaxienkern
  [3]  Wikipedia (de): Jet (Astronomie)
Wikipedia (en): Quasar
Wikipedia (en): Active galactic nucleus
Wikipedia (en): Astrophysical jet

Daten
Erfasst werden namhafte Quasare (Auswahl, aus über 1 Million bekannten).
Anzahl: etwa 40 Datensätze.
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Quellen und Material
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Wikipedia (de) – Listen
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Wikipedia (en) – Listen
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